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Ich koche fast täglich mit Knoblauch, daher kommt es häufig vor, dass ich beim Greifen nach einer Knolle leuchtend grüne Triebe entdecke. Anfangs habe ich sie weggeworfen, weil ich dachte, gekeimter Knoblauch sei nicht mehr gut. Doch nach etwas Recherche (und einem Anruf bei meinem Vater, der darauf schwört, alle Teile seiner Zutaten zu verwenden) erfuhr ich, dass gekeimter Knoblauch nicht nur unbedenklich essbar, sondern sogar gesund sein kann.
Ist gekeimter Knoblauch unbedenklich zum Verzehr?
Ja! Gekeimter Knoblauch ist völlig unbedenklich, solange die Zehen noch fest sind und nicht matschig oder schimmelig geworden sind. Die grünen Triebe zeigen an, dass der Knoblauch einen natürlichen Reifeprozess durchläuft. Der Geschmack kann zwar etwas schärfer und bitterer sein, ist aber nicht schädlich. Tatsächlich deuten einige Studien darauf hin, dass gekeimter Knoblauch sogar mehr Antioxidantien enthält als frischer Knoblauch und somit eine unerwartete Nährstoffergänzung darstellt.
Schmeckt gekeimter Knoblauch anders?
Der Geschmack von gekeimtem Knoblauch kann etwas kräftiger und leicht bitterer sein als der von frischen Zehen. Die grünen Triebe selbst haben ein eher grasiges, kräuterartiges Aroma, das manche in rohen Gerichten als unangenehm empfinden. Für feine Saucen oder Salatdressings ist frischer Knoblauch daher möglicherweise die bessere Wahl. In gekochten Gerichten ist der Unterschied jedoch minimal, und gekeimter Knoblauch eignet sich genauso gut für Wokgerichte, Suppen und Braten.
Wie können Sie gekeimten Knoblauch verwenden?
Wenn Ihr Knoblauch gekeimt ist, müssen Sie ihn nicht wegwerfen. Schneiden Sie einfach die grünen Triebe ab, falls Ihnen der Geschmack zu intensiv ist, oder lassen Sie sie dran, wenn Sie es etwas schärfer mögen. Gekeimten Knoblauch können Sie genauso verwenden wie normalen Knoblauch – gehackt, fein gehackt oder geröstet. Besonders gerne verwende ich ihn in Knoblauchconfit. Durch das langsame Garen verliert er seine Schärfe und es bleiben cremige, buttrige Zehen übrig, die sich perfekt auf Toast streichen lassen.
So lagern Sie Knoblauch, um das Keimen zu verhindern
Knoblauch neigt dazu, zu keimen, wenn er zu lange Feuchtigkeit und Wärme ausgesetzt ist. Um diesen Prozess zu verlangsamen, sollten ganze Knollen kühl, trocken und dunkel gelagert werden – beispielsweise in einer Speisekammer oder einem Knoblauchbehälter mit guter Luftzirkulation. Vermeiden Sie die Lagerung im Kühlschrank, da die Feuchtigkeit das Keimen zusätzlich fördert. Falls Sie zu viel Knoblauch haben, können Sie geschälte Zehen einfrieren oder rösten und später verwenden.

Abschließende Gedanken
Kann man also gekeimten Knoblauch essen? Absolut. Er ist nicht nur unbedenklich, sondern möglicherweise sogar nährstoffreicher als frischer Knoblauch. Falls Ihnen der Geschmack zu intensiv ist, entfernen Sie einfach die grünen Keimlinge vor der Verwendung. Wenn Sie genauso gerne mit Knoblauch kochen wie ich, schauen Sie sich unbedingt unsere anderen Knoblauch-Ratgeber an – von den besten Methoden zum Knoblauchrösten bis hin zu Tipps für die perfekte Knoblauchbutter. Und vergessen Sie nicht… Folgen Sie uns auf Social Media für weitere Küchentipps und Tricks!
