Was ist Dim Sum?


Was ist Dim Sum? Es ist mehr als nur Essen – es ist ein geselliges Esserlebnis voller Geschmack und Vielfalt.


Veröffentlicht am Aktualisiert am von Jennifer Ryan

Ein Bambusdämpfer gefüllt mit Teigtaschen und Gemüse, bereit zum Servieren als Dim Sum.

Es ist Sonntagmorgen in einem sonnendurchfluteten Teehaus. Das leise Klappern von Porzellantassen und das ferne Rattern von Wagenrädern erfüllen die Luft. Bambusdämpfer, hoch beladen mit Köstlichkeiten, rollen vorbei, und die Gäste nicken oder zeigen auf ihre Favoriten. Das ist Dim Sum – mehr als nur eine Mahlzeit, ein Ritual, eine kulinarische Tradition und ein tief in der chinesischen Kultur verwurzeltes Erlebnis.

Eine Auswahl an Dim-Sum-Gerichten, darunter Teigtaschen und Brötchen, serviert mit Dip-Saucen.

Was ist Dim Sum?

Was also ist Dim Sum? Im Grunde handelt es sich dabei um eine Sammlung kleiner Gerichte, die traditionell zum Brunch zum Tee gereicht werden. Der Begriff selbst bedeutet auf Kantonesisch „das Herz berühren“ – ein passender Name für eine Küche, die mit Familie und Freunden geteilt wird. Die Gerichte reichen von zarten Garnelenknödeln (Har Gow) über knusprige Frühlingsrollen, herzhafte Brötchen, Klebreis, Puddingtörtchen und vieles mehr. Jedes Stück ist ein kleiner Happen, aber zusammen ergeben sie ein lebendiges und abwechslungsreiches Festmahl.

Woher stammt Dim Sum?

Dim Sum hat seine Wurzeln in den alten Teehäusern entlang der Seidenstraße in Südchina. Reisende hielten dort für Tee und einen kleinen Snack an, was zu dem Brauch führte, der als Yum Cha (Tee trinken) bekannt ist. Im Laufe der Zeit wurden die dazugehörigen Snacks immer aufwendiger und entwickelten sich zu dem raffinierten Gericht, das wir heute als Dim Sum kennen. Besonders beliebt wurde es in Hongkong und der Region Guangdong, wo Köche begannen, mit neuen Aromen, Texturen und Präsentationen zu experimentieren.

Eine Schüssel Dim Sum mit Hühnerfüßen in einer pikanten Sauce, garniert mit grünen und roten Paprika.

Was macht Dim Sum einzigartig?

Anders als bei einem traditionellen Essen, bei dem alle Gerichte auf einmal oder in Gängen serviert werden, wird Dim Sum kontinuierlich serviert. In vielen Restaurants werden die Gerichte auf Servierwagen serviert, sodass die Gäste in Echtzeit nach Geschmack wählen können. Es gibt keine feste Reihenfolge. Man kann mit Knödeln beginnen, dann zu Schweinebrötchen übergehen und mit Eierkuchen und Tee abschließen. Das Erlebnis ist gesellig und gemütlich und eher auf Unterhaltung und Abwechslung ausgelegt als auf Schnelligkeit oder Förmlichkeit.

So bestellen Sie Dim Sum

Für Erstbesucher kann der Gang in ein Dim-Sum-Restaurant etwas überwältigend sein. Wichtig ist, unvoreingenommen und mit leerem Magen hinzugehen. In traditionellen Restaurants schieben die Kellner Wagen mit heißen, verzehrfertigen Gerichten. Man zeigt einfach auf das gewünschte Gericht, und der Kellner markiert es auf der Tischkarte. Moderne Restaurants bieten oft auch eine Speisekarte an, von der man direkt bestellen kann. In jedem Fall sollte man verschiedene Geschmacksrichtungen und Texturen kombinieren. Probieren Sie etwas Gedämpftes, etwas Frittiertes, etwas Süßes und etwas, das Sie noch nie zuvor gegessen haben.

Ein Teller mit Dim-Sum-Teigtaschen, garniert mit Frühlingszwiebeln und serviert mit einer Dip-Sauce.

Es gibt ein paar Dinge, die man fast immer findet:

  • Har Gow (Garnelen-Teigtaschen): Durchscheinende Hüllen mit saftiger Garnelenfüllung.
  • Siu Mai (Schweinefleisch- und Garnelenknödel): Offen und oft mit Krabbenrogen garniert.
  • Char Siu Bao (BBQ-Schweinefleischbrötchen): Flauschige, leicht süße Brötchen gefüllt mit herzhaftem Barbecue-Schweinefleisch.
  • Cheung Fun (Reisnudelrollen): Seidig Reisnudeln um Garnelen oder Rindfleisch gewickelt, mit Sojasauce serviert.
  • Eierkuchen: Butterweicher Boden gefüllt mit einer glatten, eierhaltigen Vanillecreme – ein perfekter Abschluss.

Ist Dim Sum dasselbe wie Knödel?

Nicht ganz. Knödel sind zwar ein Teil von Dim Sum, aber Dim Sum umfasst ein viel breiteres Spektrum an Gerichten. Von Brötchen über Reisgerichte bis hin zu Desserts umfasst Dim Sum viele Techniken und Zutaten. Knödel sind nur ein (köstlicher) Bestandteil eines viel größeren Erlebnisses.

Ein Bambusdämpfer gefüllt mit fluffigen weißen Dim-Sum-Brötchen mit rosa Akzenten.

Kann man Dim Sum zu Hause zubereiten?

Ja, aber es ist eine Herzensangelegenheit. Viele Dim-Sum-Gerichte erfordern Präzision und Zeit – man denke nur an das Falten der Teigtaschen oder die fluffige Konsistenz eines perfekt gedämpften Brötchens. Wer es zu Hause einmal selbst versuchen möchte, kann mit einfachen Gerichten wie gebratenen Teigtaschen oder gedämpften Schweinefleischbrötchen beginnen. Für das volle Erlebnis lohnt sich aber auf jeden Fall ein Besuch in einem lokalen Dim-Sum-Restaurant.

Abschließende Anmerkungen und wie es weitergeht

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Ob Sie nun in einem belebten Hongkonger Teehaus oder in Ihrem Dim-Sum-Lokal um die Ecke sitzen, denken Sie daran: Dim Sum ist mehr als nur Essen, es ist ein gemeinsamer Moment. Und wie alle guten Gerichte macht es Lust auf mehr.